Ulrichskirche
 

Kulturgutverlust Magdeburger Ulrichskirche -
St. Ulrich und Levin - Unseres Herrgotts Kanzlei -

Die bedeutendste Kirche der Elbestadt neben dem Dom.

Erinnern. Gedenken. Untersuchen. Freilegen. Rekonstruieren. 

Herzlich willkommen auf den Seiten des Kuratoriums Ulrichskirche e. V.!

Vielen Dank für Ihr Interesse an der Magdeburger Ulrichskirche. Sie wollen sich informieren und darüber freuen wir uns sehr. Wir hoffen, diese Webseite und als Ergänzung auch die neue Webseite www.ulrichlevin.de werden Sie fesseln, überzeugen und inspirieren. Acht kriegsbeschädigte Kirchen ließ die SED-Diktatur von 1951-1966 in Magdeburg sprengen. Die älteste und bedeutendste von ihnen kann als einzige erschlossen, freigelegt und 1:1 wiederhergestellt werden! Eine von acht, eine für alle! Daß St. Ulrich und Levin die bedeutendste Stadtpfarrkirche Magdeburgs war ist unumstritten, wie etliche Quellen zeigen:

„Dass Rollenhagen in der St. Ulrichskirche beigesetzt wurde, zeigt die Wertschätzung seiner Verdienste durch die religiöse und politische Elite Magdeburgs, denn die Ulrichskirche war neben dem Dom die bedeutendste Kirche der Elbestadt.“ (Quelle: Carsten Nahrendorf: Humanismus in Magdeburg. Das Altstädtische Gymnasium von seiner Gründung bis zur Zerstörung der Stadt (1524-1631). Frühe Neuzeit, Band 193, Berlin, München, Boston 2015).

Unsere über 1000 Jahre alte Magdeburger Ulrichskirche ist ein Symbol für den Beginn unseres deutschen Gemeinwesens mit Otto dem Großen und Bischof Ulrich von Augsburg. Sie schrieb als "Unseres Herrgotts Kanzlei" im Reformationszeitalter mit ihren Flugschriften und Centurien Weltgeschichte und wurde als die älteste von 60 Kirchen in der DDR aus politisch-ideologischen Gründen 1956 gesprengt. Seither wird diese Ikone Magdeburgs schmerzlich von vielen Menschen vermisst. Vom Bahnhof bis zum Rathaus erinnert heute nichts mehr an die über 1200jährige Geschichte der alten Kaiserstadt. 50er-Jahre-Bauten und Einkaufszentren der Nachwendezeit dominieren die "Altstadt" bzw. Innenstadt. Über eintausend Jahre Magdeburger Geschichte mit davor vorhandenen Zeitepochen und -schichten wird im Zentrum der Stadt nicht mehr repräsentiert. Viele Besucher fragen sich, wo denn hier die Altstadt sei, wenn sie auf dem Ulrichplatz stehen. St. Ulrich und Levin befindet sich direkt darunter, unter ihren Füßen, ca. 50 cm unter der Grasnarbe. Wie einfach wäre es, nach der immer noch vorhandenen Unterkirche zu graben, wenn der politische Wille dazu bestünde. Der Kulturgutverlust Magdeburger Ulrichskirche kann rückgängig gemacht werden! Wie in vielen anderen Städten Deutschlands und Europas bereits geschehen, kann auch in Magdeburg ein schönes, identitätsstiftendes Bauwerk wieder aufgebaut werden. Die originalen Baupläne sind vorhanden, ebenso originale Baumaterialien.

Dem Stadtklima würde ein Wiederaufbau nicht schaden. Der Ulrichplatz bliebe auch mit Ulrichskirche ein grüner, lichtdurchfluteter Stadtplatz. Eine wiederaufgebaute Ulrichskirche würde nur etwa ein Viertel der Grünfläche beanspruchen, während drei Viertel weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger als Sitz-, Liege- und Spielwiese und für das Stadtklima (Kaltluftschneise, Luftfilterung durch Bäume, Kühleffekt von Wiesen) erhalten blieben. Es ist zudem bekannt, dass alte Gemäuer und historische Bausubstanz durch spezifische bauliche Eigenschaften erheblich dazu beitragen, Städte in heißen Sommern kühler zu halten. Dies geschieht vor allem durch passive Kühlung, die ohne mechanische Klimaanlagen funktioniert. Auch eine begrünte – etwa mit Efeu berankte – Kirchenfassade bietet neben einer malerischen Optik ökologische Vorteile wie Lebensraum für Insekten, Staubbindung und Klimaschutz durch Kühlung. 

Unser Verein will das Bewusstsein dafür wecken, welche städtebaulichen, kulturellen und touristischen Chancen sich hierdurch für die Stadt Magdeburg ergeben. Insgesamt wird der wirtschaftliche Nutzen des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche auf mehrere Millionen Euro pro Jahr geschätzt, was zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und zur Förderung des kulturellen Erbes der Stadt beiträgt. Gleiches könnte auch in Magdeburg geschehen, wenn der politische Wille hierzu bestünde, denn:

"Während Rekonstruktionen in anderen ostdeutschen Städten wie Potsdam oder Dresden längst als Gestaltungsmittel des Städtebaus politisch etabliert sind, hinkt Magdeburg – die wohl am stärksten kriegszerstörte Stadt – dieser Entwicklung seit Jahrzehnten hinterher." (Quelle: Stadtbild Deutschland e.V.)

Unterstützen Sie uns! Werden Sie Mitglied in unserem Förderverein! Spenden Sie! Die Aufstellung eines Lichtelements vom Ulrichsportal auf dem Ulrichplatz im Rahmen der jährlich von November bis Februar veranstalteten Lichterwelt kostet den Verein jährlich ca. 2000 Euro. Wir freuen uns über jede Zuwendung. 

Spendenkonto
   
Stadtsparkasse Magdeburg
   Konto-Nr.: 32254500
   BLZ: 81053272
   IBAN-Code: DE63810532720032254500
   SWIFT/BIC-Code: NOLADE21MDG

Als Empfänger ist bitte das Kuratorium Ulrichskirche e.V. anzugeben.

Download Flyer

Abbildung: ULRICHLEVIN auf dem Ulrichplatz von Südosten, 3D-Visualisierung von Pascal Zufelde

Werden Sie stolz auf St. Ulrich und Levin! Der Stolz ist die Freude, die der Gewissheit entspringt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben (Wikipedia). Über viele Jahrhunderte waren die Magdeburger Bürgerinnen und Bürger stolz auf ihre Ulrichskirche und ihre herausragende reformationsgeschichtliche Bedeutung, wie das folgende historische Zitat zum 400. Reformationsjubiläum von Heinrich Danneil zeigt: 

"Wir gedenken in diesen Tagen auch viel an alles, was Magdeburg um des Evangeliums willen ausgehalten hat. Da war die Belagerung durch Moritz von Sachsen, in der Magdeburg 'unseres Herrgotts Kanzlei' wurde. Das war die Glanzzeit von St. Ulrich, denn die Pfarrherrn von St. Ulrich waren damals die treibenden schreibenden Kräfte: in der schönen Eckstraße wurden die Bücher, Zeitungen und Flugschriften bei Lotther gedruckt. Man muß Raabes Roman aus unsers Herrgotts Kanzlei lesen und man muß stolz werden auf St. Ulrich." (Quelle: Heinrich Danneil, Reformationsjubelfeier und die Ulrichsgemeinde, Oktober 1917).

Im Buchhandel und online erhältlich ist der Beitrag des Kuratoriums Ulrichskirche e.V. zum 500. Reformationsjubiläum Magdeburgs im Jahr 2024: Tobias Köppe, "Die Glanz- und Heldenzeit der Magdeburger Ulrichskirche als Retterin des Protestantismus (1524–1559)"  Broschüre, 40 Seiten, 30 Abb., Format 13,6 x 19 cm, 1. Auflage 2024 ISBN 978-3-95976-524-4, Euro (D) 5,00.

 
 
 
Spenden Sie!Link zu www.kirchensprengung.de Link zu www.unseres-herrgotts-kanzlei.de Link zu www.ottostadt.de
 
Zitat des Monats

"Aber woher sollten das die Wähler wissen? Hätten sie es gewusst und anders abgestimmt, wäre Magdeburg jetzt jährlich das Ziel von zigtausenden US-Touristen und 2025 sicher Kulturhauptstadt Europas." Siegfried Kolberg, Magdeburg

 
 
Das Buch über die Ulrichskirche