1. Schritt: Zustimmung der Stadt für eine Wiederbebauung

Das Grundstück der Ulrichskirche und damit auch ihre Fundamente und Grüfte befinden sich heute im Besitz der Stadt Magdeburg. Ein wichtiges Vereinsziel ist es daher, die baldige Zustimmung des Stadtrates für eine Wiederbebauung zu erwirken. Der Ulrichplatz bleibt auch mit Ulrichskirche ein großzügiger, grüner Stadtplatz mit Brunnen und Bäumen. Die Ulrichskirche misst in der Grundfläche mit Türmen und Kirchenschiff ca. 50,55 m x 28,50 m und nimmt damit mit Anbauten nur eine Fläche von ca. 1440 m² ein (ca. 18% der Gesamtgröße des Ulrichplatzes). Mit Anbauten (Wredekapelle, Sakristei) und Umfriedung hat die Kirche eine Grundfläche von 1838 m². Nach Wiedererrichtung kommen noch Gehwege und ein Kirchenvorplatz für die Feuerwehrzufahrt hinzu, laut Architektenaussagen sind maximal ca. 2000 m² anzusetzen. 2000 m², also nur ein Viertel oder 25% der Gesamtgröße des Ulrichplatzes. Der Ulrichplatz ist trapezförmig und misst in der Länge ca. 130 m im Norden und 125 m im Süden, in der Breite ca. 40 m im Westen und 90 m im Osten. Die Gesamtgröße beträgt damit in etwa 8000 m². 6000 m² von 8000 m² Grünfläche bleiben trotz Kirchenbau bestehen. Magdeburg bleibt Deutschlands zweitgrünste Stadt! Der Ulrichplatz gewinnt sogar noch an Aufenthaltsqualität, da die Ulrichskirche den Platz besser definieren und den Verkehrslärm der Ernst-Reuter-Allee abschirmen würde. Es ist ein großes Glück, dass die Fundamente der Ulrichskirche in den letzten 50 Jahren nicht überbaut worden sind und das neue Ulrichhaus so angelegt wurde, dass es städtebaulich mit der rekonstruierten Ulrichskirche harmonieren würde.



Der Ulrichplatz bleibt auch mit rekonstruierter Ulrichskirche ein grüner Stadtplatz

2. Schritt: Die Freilegung der Fundamente und Grüfte

Im Vorfeld der körperlichen Rekonstruktion ist eine geistige Rekonstruktion und die Schaffung einer Erinnerungskultur notwendig. Viele begeisterte Menschen empfehlen als ersten Schritt die archäologische Aufarbeitung der Fundamente und eine Sichtbarmachung des ehemaligen Standorts, um ein Erinnern, Verstehen und Begreifen zu ermöglichen!



Fundamente der Ulrichskirche sollten freigelegt werden

Im Rahmen der Errichtung des Ulrichshauses 1997 wurden bereits westlich des Breiten Weges Ausgrabungen durchgeführt. Leider fand die Ulrichskirche hierbei keine Berücksichtigung, da das Ausgrabungsareal östlich ihrer Fundamente endete. Die Grabung erbrachte das Ergebnis, dass die Besiedlung des Areals bereits im 10.-12. Jahrhundert begann. Als 1022 die Stadtmauer gebaut wurde, schützte sie die Häuser in diesem Bereich und zeitgleich ihre Kirche, die romanische Ulrichskirche. Die 3,50 m tiefen Fundamentmauern sollen laut Archiveinträgen vom März 1956 in "gutem baulichen Zustand" sein.

3. Schritt: Der originalgetreue Wiederaufbau

Der originalgetreue Wiederaufbau soll unter Miteinbeziehung der zahlreichen, noch vorhandenen Bauteile erfolgen (siehe auch "Originalteile" auf der Homepage). Für den Wiederaufbau schätzen Experten einen Zeitraum von ca. drei Jahren. Da im Jahre 2017 im Oktober die Weihe der Ulrichskirche erfolgen soll, muss demnach im Jahre 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden.



Der Südturm von St. Sebastian zeigt wie hell und freundlich rekonstruiertes Mauerwerk strahlt

Die rekonstruierte Ulrichskirche wird sich mit ihrem hellen, ockerfarbenen Mauerwerk sehr schön in die städtebauliche Umgebung des Ulrichplatzes einfügen. Eine Firma aus dem Magdeburger Umland hat darauf aufmerksam gemacht, dass man die Oberfläche der rekonstruierten Kirche mit Nanopartikeln benetzen kann. Damit wird sie resistent gegen Be- und Verschmutzung und wird auch in Zukunft in hellem und freundlichen Ockerfarbton mit den umgebenden Bauten Ulrichshaus (ocker), City-Careé (hellgrau) und den 50er Jahre Bauten (weiß, gelb) eine Einheit bilden.



Rekonstruiertes Mauerwerk am Südturm der Sebastianskirche (Ausschnitt)

 
 
 
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Zitat des Monats

"Aber woher sollten das die Wähler wissen? Hätten sie es gewusst und anders abgestimmt, wäre Magdeburg jetzt jährlich das Ziel von zigtausenden US-Touristen und 2025 sicher Kulturhauptstadt Europas." Siegfried Kolberg, Magdeburg

 
 
Das Buch über die Ulrichskirche