Die Ulrichskirche und die Innenstadt-Bauprojekte

Die Magdeburger Innenstadt verändert sich im Moment nachhaltig. Viele Bauprojekte stehen in Beziehung zum ehemaligen Standort der Ulrichskirche. Im Bau befindet sich der Innenstadttunnel (westlich der Ulrichskirche) und die Strombrückenverlängerung (östlich der Ulrichskirche). Der Plattenbau "Blauer Bock" (nördlich der Ulrichskirche) wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Der Tunnel. Der Tunnelbau in der Magdeburger Innenstadt zwischen Damaschkeplatz und Otto-von-Guericke-Straße wurde kontrovers diskutiert und schließlich nach zwei Anläufen im Stadtrat beschlossen. Damit wird der Autoverkehr unter die Erde verlegt, die Straßenbahnen und Fahrradfahrer fahren dann allein überirdisch. Mit der beschlossenen kurzen Tunnelvariante, die den Autofahrer vor der Kreuzung Otto-von-Guericke-Straße und Ernst-Reuter-Allee wieder an die Oberfläche kommen lässt, ergibt sich eine neue Situation des Stadteingang. Die folgenden beiden Fotomontagen visualisieren, wie sich die Ausfahrt gestalten würde, wenn die Ulrichskirche noch stünde:

Ausfahrt aus der Tunnelröhre mit Blick auf die Türme der Ulrichskirche

Die Türme der Ulrichskirche bei der Tunnelausfahrt

Der Blaue Bock. Der das Innenstadtbild prägende Plattenbau, welcher im Volksmund aufgrund seiner Farbe und Gestalt auch "Blauer Bock" genannt wird, wurde bereits abgerissen. Ein Neubau entstand in unmittelbarer Nachbarschaft  zum ehemaligen Standort der Ulrichskirche.

 Der Plattenbau namens "Blauer Bock" prägte einst ein Seite des Ulrichplatzes

 Der Plattenbau wurde durch einen Neubau ersetzt

Die Strombrückenverlängerung. Die Landeshauptstadt wird eine zweite leistungsfähige Elbüberquerung bekommen. Aktuell wird dazu eine neue Brücke in Verlängerung der in den 1960er Jahren eröffneten Strombrücke gebaut. Sie wird die Zoll- und die Alte Elbe parallel zu zwei mehr als 100 Jahre alten Gewölbebrücken überqueren. Die höhere und weiter südlich verlaufende Brücke wird die Silhouette der Stadt Magdeburg von Osten her stärker erlebbar machen. Die Autofahrer würden die Türme der Ulrichskirche direkt vor sich haben, wenn die Kirche nicht 1956 gesprengt worden wäre.

Der neue Brückenverlauf ist höher und liegt südlicher und ermöglicht einen Silhouettenblick

Mit der Strombrückenverlängerung würde der Blick auf die Ulrichstürme schon früh ermöglicht

 
 
 
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Zitat des Monats

"Aber woher sollten das die Wähler wissen? Hätten sie es gewusst und anders abgestimmt, wäre Magdeburg jetzt jährlich das Ziel von zigtausenden US-Touristen und 2025 sicher Kulturhauptstadt Europas." Siegfried Kolberg, Magdeburg

 
 
Das Buch über die Ulrichskirche