Und wer trägt dann die Kosten?

Der Wiederaufbau der Ulrichskirche ist das eine, die Finanzierung des Unterhalts das andere. Da das Kuratorium momentan ausschließlich Nutzungen im sakralen, musealen, kulturellen und ökumenischen Bereich favorisiert, bedarf die Frage der Erwirtschaftung der nötigen Unterhaltsmittel frühzeitiger Beachtung. Wir haben deshalb das folgende Unterhaltskonzept entwickelt:

Zwar wird eine gerade neu errichtete Kirche in den ersten Jahrzehnten keinen großen Renovierungs- und Reparaturbedarf haben. Priorität wird daher momentan beim Einwerben der Baukosten von ca. 30 Millionen Euro gesehen, worauf das Kuratorium seine Arbeit nach einer politischen Erlaubnis zum Bau fokussieren wird. Trotzdem widmet der Verein der Unterhaltsüberlegung viel Kraft und hat drei Unterhaltsmodelle entwickelt, die einzeln und in Kombination verwandt werden können:

Modell Nr. 1 - Kolumbarium: Grabkammern mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen sind seit der römischen Antike bekannt und finden sich heutzutage auch in vielen Kirchengebäuden, z.B. in Hannover, Erfurt, Marl, Herne, Rostock, Aachen, Osnabrück, Düsseldorf, Chemnitz, Dortmund und in vielen anderen Städten. Betriebswirtschaftlich interessant ist daher die Unterhaltung über Urnenaufstellungen, so wie es auch in vielen Kirchen im Ruhrgebiet derzeit geschieht. Pro Urne sind zwischen 2500 € und 5000 € bei Ruhezeiten von 20 bis 25 Jahren zu erwarten. Bei entsprechender Gestaltung ließe sich eine große Zahl von Urnen in der Ulrichskirche (z.B. Kellergeschoß, siehe Bild) aufstellen.

Modell Nr. 2 - Tickets: Natürlich wird der angedachte museale Teilbetrieb Eintrittsgelder erwirtschaften. Der als Citykirchenbereich genutzt Chor- und Kryptabereich soll aber als offene Stadtkirche frei zugänglich bleiben.

Modell Nr. 3 - Windkraft: Sinnvoll wäre es auch, den Unterhalt der Kirche unabhängig von der Nutzung des Gebäudes zu sichern. Im Kuratoriumsvorstand werden in diesem Zusammenhang bereits Investitionen in nachhaltige, renditestarke Projekte geprüft. Schwerpunkt aktuell ist der Bereich erneuerbare Energien, z.B. Windkraft. Der Bau von Windkraftanlagen gehört in Magdeburg zu den Grundpfeilern der lokal ansässigen Industrieunternehmen. 

Alle Investitionsprojekte sind allerdings abhängig von der (Rück)Übertragung des Grundstückes der Ulrichskirche an das Kuratorium Ulrichskirche e.V. bzw. eine noch zu gründende Stiftung. 

 
 
 
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Zitat des Monats

"Man braucht heute schon einiges an Phantasie, um sich vorzustellen, welch überragende Bedeutung Magdeburg einmal hatte, denn im Stadtbild finden sich dafür nur noch wenige Hinweise.“ (FAZ vom 3.4.2018)

 
 
Das Buch über die Ulrichskirche