Magdeburg wird Ottostadt wegen Otto des Großen und Otto von Guericke, dies funktioniert nur mit einem "Ja!" zur Ulrichskirche

Es ist beschlossene Sache: Magdeburg wird zur "Ottostadt". Der Stadtrat segnete nach mehrjähriger Diskussion die neue Dachmarke ab.
Geplant ist, dass der neue Slogan mit einer Werbekampagne ab 1. Oktober zunächst innerhalb Magdeburgs und ab 2011 bundesweit bekannt gemacht wird. Basis dafür ist ein von der Agentur Scholz & Friends Agenda vorgelegter Kampagnenentwurf, der von einer achtköpfigen Jury für eine mögliche Umsetzung ausgewählt wurde. Damit sich Magdeburg langfristig als Ottostadt etabliert, werden alle Marketingmaßnahmen der Stadt den „Otto-Stempel“ bekommen. Alle Magdeburger sind herzlich aufgerufen, die Kampagne mit eigenen Ideen zu unterstützen. Die Dachmarke „Ottostadt Magdeburg“ basiert historisch betrachtet auf zwei Berühmtheiten der Stadt:

Otto der Große (912-973) und Ulrich von Augsburg (890-973) waren engste Freunde Gemeinsam führten sie die Stämme der Bayern, Schwaben, Böhmen, Franken und Lothringer 955 in die Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg. Durch den Sieg über die einfallenden Ungarn entstand erstmalig ein Gemeinschaftsgefühl der deutschen Völker, eine deutsche Identität. Die Historiker bezeichnen dieses Ereignis daher als die "Geburtsstunde der Deutschen". Mit Ulrich von Augsburg und Otto dem Großen beginnt unsere deutsche Geschichte. Aus Dankbarkeit und Anerkennung weihten die Magdeburger Bürger dem 973 verstorbenen deshalb ihre zweite Pfarrkirche.



Ulrich von Augsburg und Otto der Große Seite an Seite
(Ausschnitt aus „Die Ungarnschlacht auf dem Lechfeld 955” von Michael Echter 1812-1879)

Otto von Guericke (1602-1686), Magdeburgs größter Sohn, wurde in der Ulrichskirche getauft und getraut. Er war Gemeindemitglied und Bürgermeister der Stadt Magdeburg. Seine Eltern lagen in der Ulrichskirche begraben. Nach der Zerstörung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1631) ließ er die Ulrichskirche als erste Stadtpfarrkirche wieder aufbauen (1648-1662). Die Ulrichskirche war die Kirche Otto von Guerickes, die Kirche des Bürgermeisters.



Getauft und geheiratet in der Ulrichskirche: Gemeindemitglied Otto von Guericke
(Portrait von Anselm van Hulle)

„Mit der Ottostadt verstärkt Magdeburg seine Identität, die sich aus der Geschichte unserer Stadt ableitet und uns ein Alleinstellungsmerkmal verschafft“, begründet Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Entscheidung für das Konzept. "Nach acht Jahren im Amt stehe er immer wieder vor der gleichen Frage, so Trümper, wie könne man Magdeburg bekannter machen. In diversen in den Jahren geführten Reden habe er Magdeburg immer als die Stadt mit den DREI Ottos vorgestellt: Otto der Große, Otto-von-Guericke und Otto – Normalverbraucher! In der Jury zur Auswahl der Agenturvorschläge saßen Mitglieder der Wirtschaft, der Hochschulen und auch der Fraktionen. Und alle zusammen hätten sich schließlich für das “Otto-Konzept” entschieden. Es gäbe also sehr wohl einen gewissen Konsens in der Stadt. Es sei auch seine Überzeugung: Es müsse schräg sein, damit es funktioniert!" Stefan Wegner, Geschäftsführer von Scholz & Friends Agenda: „Die Ottorisierung ist eine große Chance für Magdeburg sich ein unverwechselbares Profil zu geben. Wir freuen uns, mit der Kampagne für die Ottostadt als Agentur unsere Kompetenz im Stadt- und Regionalmarketing weiter ausbauen zu können.“

Die Bürgerinitiative Kuratorium Ulrichskirche e.V. verfolgt das gleiche Ziel wie der Oberbürgermeister: Identität schaffen durch ein Alleinstellungsmerkmal. Die "Ottostadt"-Kampagne kann nur mit Ulrichskirche wirklich erfolgreich sein. St. Ulrich und Levin war Otto von Guerickes Kirche, sie ist dem engsten Freund von Otto dem Großen geweiht. Treten wir in die Fußstapfen eines Otto von Guericke, der die Ulrichskirche nach der Zerstörung der Stadt im Mai 1631 als erste wieder aufbauen ließ, da es seine Kirche war, die Kirche des Bürgermeisters! Magdeburg wird bekannter durch den Wiederaufbau der Ulrichskirche, sie ist ein Alleinstellungsmerkmal!

 
 
 
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Zitat des Monats

"Man braucht heute schon einiges an Phantasie, um sich vorzustellen, welch überragende Bedeutung Magdeburg einmal hatte, denn im Stadtbild finden sich dafür nur noch wenige Hinweise.“ (FAZ vom 3.4.2018)

 
 
Das Buch über die Ulrichskirche