Bücher zum Thema Ulrichskirche

 

Tobias Köppe: Die Magdeburger Ulrichskirche

24 x 31 cm, 208 Seiten, 126 Farb- und 152 S/W-Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-86568-677-0, Euro (D) 19,95

Die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 überstand die Magdeburger Ulrichskirche mit geringerer Beschädigung als die meisten anderen Altstadtkirchen. Am 5. April 1956 ließen sie die SED-Verantwortlichen aus ideologischen Gründen sprengen. Seither klafft eine schmerzende Lücke im Magdeburger Stadtzentrum, deren Schließung das Kuratorium Ulrichskirche e. V. befördern will. Das vorliegende Buch unternimmt einen Ausflug durch die reichhaltige Geschichte der Ulrichskirche, reflektiert die Gegenwart und zeichnet ein mögliches Bild ihrer Zukunft. Otto der Große, Ulrich von Augsburg, Martin Luther, Nikolaus von Amsdorf, Matthias Flacius Illyricus, Otto von Guericke, Oskar Zuckschwerdt, Günther Dehn: bedeutende Namen der deutschen Geschichte sind eng mit der Magdeburger Ulrichskirche verbunden. Ottonisch, protestantisch, bekennend, mit diesen drei Adjektiven kann die über tausendjährige Geschichte dieser Kirche in der Mitte der Stadt treffend beschrieben werden.

 DKV-Heft "Die Ulrichskirche in Magdeburg"

Broschüre: 36 Seiten, Deutscher Kunstverlag; Auflage: 1., Auflage (14. Juli 2010)
Deutsch, ISBN 978-3-422-02278-2, Euro (D) 3,00

Das Kuratorium Ulrichskirche e.V. bringt einen DKV-Kunstführer "Die Ulrichskirche in Magdeburg" auf den Buchmarkt.  Das 36-seitige Heft wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kunstverlag erstellt. Es trägt die  Nummer 665 der Reihe. Der Kunstführer kostet 3 € und wird ab dem 24. Juni 2010 zunächst in der Buchhandlung Fritz Wahle (Breiter Weg 174, 39104 Magdeburg, Tel. 0391/5435740) und dem Souvenirgeschäft Magdeburg-Souvenir (Inh. Dirk Schönfeld, Domplatz 10, 39104 Magdeburg, Tel. 0391/62029788) erhältlich sein. Später wird er auch über den Buchhandel unter ISBN 978-3-422-02278-2 (www.dkv-kunstfuehrer.de) bestellbar sein.

  Wilhelm Raabe: Unseres Herrgotts Kanzlei. Delta-Verlag

Wilhelm Raabe (1831 - 1910) gehörte neben Fontane zu den bedeutendsten Erzählern seiner Zeit. Im Frühjahr 1849 kam er nach Magdeburg und ging in der Creutzschen Verlagsbuchhandlung im Breiten Weg 156 (im Haus „Zum Goldenen Weinfaß“) in die buchhändlerische Lehre. In einer Stadt, die voll bedeutender Geschichte steckt, wird auch im jungen Wilhelm das geschichtliche Interesse geweckt. Zwar schreibt er seine Erzählung „Unseres Herrgotts Kanzlei“ erst im Jahre 1861, dennoch greift er auf die Fülle seiner Erlebnisse in der Magdeburger Lehrzeit zurück. Mit der Erzählung „Unseres Herrgotts Kanzlei“ aber schuf er ein Denkmal für die protestantischen Magdeburger Bürger im Mittelalter, für ihre Stadt und die bösen Zeiten der blutigen Religionskriege. Es ist eine Magdeburger Erzählung aus den kriegerischen Zeiten der Reformation, in der sich die Stadt Magdeburg als letzte Bastion Luthers gegen die Übermacht der Widersacher behauptete. Wahrhafte Personen wie die Chronisten Sebastian Besselmeyer, Elias Pomarius, der Ratmann Ludolf Horn, der Drucker Michael Lotther, die Familien Guericke und Alemann erwachen zum Leben, wandeln über den Breiten Weg, rotten sich auf dem Alten Markt zusammen, um mit dem Marsch durch das Krökentor ihre Stadt zu verteidigen. Stolz sieht man das Jungfrauen-Banner der Stadt von den Türmen wehen, begibt sich in die dunkelsten Ecken der verwinkelten, schmalgassigen Altstadt. Ein Muß für jeden Magdeburger! (siehe auch http://www.delta-d.de/index1.html)

 Günther Korbel: Die Magdeburger Centurien. Stekovics-Verlag

Die Magdeburger Centurien stellen die erste umfassende Kirchengeschichte aus Sicht der Reformation dar, verfasst in der Mitte des 16. Jahrhunderts in der Stadt Magdeburg. Band I: In Magdeburg entstand im 16. Jahrhundert erstmals eine nach Jahrhunderten gegliederte (kirchliche) Historiographie, die eine neue Form der Geschichtsschreibung einführte. Wieso war gerade Magdeburg dazu prädestiniert? Diesem Thema nähern sich sechs Autoren (Eckhart W. Peters, Hans-Joachim Krenzke, Martina Hartmann, Christian Heitzmann, Michael Bunners, Hans Seehase, Ute Kraft). Band II: Dieser Band zeigt die wechselseitigen Beziehungen der europäischen, byzantinischen, jüdischen und islamisch-orientalischen Völker sowie in einem weit reichenden Spannungsbogen deren Profan-, Geistes- und Religionsgeschichte. Schließlich und endlich stellt diese Weltchronik kompendienartig dar, wo Magdeburg im Rahmen dieses zeitlichen Ablaufs zu finden ist. Zahlreiche Originalzitate, Anekdoten und Novellen illustrieren das Gesagte (siehe auch http://www.steko.net).

  Ballerstedt, Petsch, Puhle: Magdeburger Schriften des 16. Jh.

Mitteldeutscher Verlag. Auch wenn heute in Magdeburg die Inkunabeln der Gutenbergzeit (15. Jh.) weitgehend als verschollen gelten, so existieren doch im Altbestand der Stadtbibliothek Magdeburg, in der Bibliothek des Stadtarchivs, in der Bibliothek des Kulturhistorischen Museums und in der Bibliothek des Klosters Unser Lieben Frauen noch rund 250 Buchdrucke der Folgezeit. Dabei handelt es sich um Drucke des 16. Jahrhunderts, die hier erstmals umfassend verzeichnet werden, so dass eine künftig wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Schriften jeweils vor Ort möglich ist. Neben einem Bestandsverzeichnis sowie Verlustlisten der Stadtbibliothek und des Klosters Unser Lieben Frauen enthält die Publikation eine Einleitung zum Magdeburger Druck- und Verlagswesen im 16. Jahrhundert und seinen prägenden Persönlichkeiten. Abbildungen von Druckerzeichen, Titelblättern, Illustrationen sowie zeitgenössische Porträts von einzelnen Druckern/Verlegern runden den Band ab (siehe auch http://mdv.mitteldeutscherverlag.de).

  Rummel, Peter: Ulrich von Augsburg. Bischof. Reichsfürst. Heiliger

1993 beging das bayerisch-schwäbisch-fränkische Bistum Augsburg ein Jubiläum von europäischer und weltkirchlicher Bedeutung. Es war die 1000-Jahr-Feier der Heiligsprechung seines Schutzpatrons, der zugleich Patron der Stadt Augsburg ist, des Heiligen Ulrich. Der Bischof und Reichsfürst lebte von 890 bis 973. Seine Verehrung wurde erstmals in der Geschichte der Kirche durch eine römische Synode unter Vorsitz des Papstes im Jahre 993 offiziell bestätigt und angeordnet. Schon zu Lebzeiten von den Gläubigen hoch geschätzt, breitete sich ab dem Ende des 10. Jahrhunderts die Verehrung des Augsburger Bischofs, der in der Reichspolitik wie in der Kirchen- und Stadtgeschichte eine herausragende Rolle gespielt hat, in Deutschland und in der europäischen Christenheit aus, hielt über die nachfolgenden Jahrhunderte an und erreichte in der Gegenwart einen erneuten Höhepunkt. Der Darstellung seines Lebens und seiner Verehrung ist dieses Buch gewidmet. Dabei geht es nicht um eine Glorifizierung seiner Person, die ihn in eine unwirkliche Sphäre erhebt, sondern um die realistische Darstellung des Menschen Ulrich in seiner Zeit, der jenseits aller Menschlichkeiten und Zeitumstände von einer unerschütterlichen Treue zur Kirche und zum Reich, dem er rückhaltlos diente, von einer großen Liebe zu den ihm anvertrauten Menschen, besonders zu den Hilfsbedürftigen, und von einem tiefen und festen Glauben an Gott geprägt war.

Augsburg, Sankt Ulrich Verlag, 1. Auflage, 1992, 230 Seiten, 23 cm, gebunden mit Schutzumschlag, Sprache: deutsch
ISBN-10: 3929246015 (3-929246-01-5)
ISBN-13: 9783929246018 (978-3-929246-01-8)

 
 
 
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Zitat des Monats

Ich war noch Kind, als ich an der Hand meiner Großmutter in der Menge der Leute stand, die mit Tränen in den Augen Abschied nahmen von Ihrer Kirche. "Warum weinen die Leute?", fragte ich. "Weil die Kirche morgen weg ist", flüsterte meine Oma unter Tränen. Da war mir auch zum Weinen.
(Hella Hollerbuhl, Magdeburg am 22.10.16)

 
 
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