Aktuelles

Im Sinne eines offenen Meinungsaustausches veröffentlichen wir hier die aktuellen Entwicklungen rund um die Ulrichskirche. Wir erlauben uns, ausgewählte gegenteilige Meinungen zu kommentieren. Wir bitten darum, antichristliche und antireligiöse Argumentationen zu unterlassen. Der Vorstand des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.

 
31.10.17

Wir feiern unseren 10. Geburtstag!

Am 31.10.2007 gründete sich das Kuratorium Ulrichskirche e.V. Nach 10 Jahren Vereinsarbeit feiern wir am 31.10.2017 unseren 10. Vereinsgeburtstag. Die Einladungen wurden bereits versandt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 
03.09.17

Bremer Verein will Ansgarii-Kirche wieder aufbauen

Das Kuratorium Ulrichskirche e.V. arbeitet weiter fleißig und stetig an seinem Ziel, das Portal der Ulrichskirche wieder auf dem Ulrichplatz aufzubauen und somit an Otto-von-Guerickes Taufkirche zu erinnern. Bisher wird dem Verein dieses Ziel durch eine Stadtratsmehrheit von SPD und LINKEN verwehrt. Ermutigt, an unserem Ziel festzuhalten, werden wir auch durch diese Pläne aus der Hansestadt Bremen. Hier findet sich ebenfalls bürgerliches Engagement zur Wiederherstellung eines kleinen Stücks historischen Stadtbildes. Wir wünschen den Initiatoren viel Glück und hoffen auf die Realisierung der Pläne!

Der Weser-Kurier berichtet zum Umbau des Stadtzentrums: Parkhaus-Abriss, neue Einkaufspassage: Die Bremer Altstadt könnte sich bald verändern. Wird dann auch die Ansgarii-Kirche wieder aufgebaut? Das fordert der Verein "Historisches Stadtbild Bremen".


Fünf Entwürfe brauchten die Männer vom Verein „Historisches Stadtbild Bremen“, bis sie sich auf einen Plan für die mittlere Altstadt verständigen konnten. Gesetzt war jedes Mal die Ansgarii-Kirche, deren Wiederaufbau sich der Historiker Nils Huschke und seine Mitstreiter auf die Fahnen geschrieben haben. Doch daneben gab es noch allerlei zu diskutieren und zu erwägen. Erst erstand auch das Lloydgebäude wieder im alten Glanz, büßte aber dann seinen Turm ein und erscheint in der jüngsten Version nur noch als neo-historistische Rekonstruktion. Viel internen Diskussionsstoff lieferte auch die Gestaltung des Blocks, der derzeit vom Parkhaus am Brill eingenommen wird. Architekt Axel Spellenberg schlug zunächst einen diagonalen Durchbruch bis zur Bürgermeister Smidt-Straße vor, rückte dann aber wieder davon ab. „Sonst hätte die Jugendstilfassade des früheren Schuhhauses Wachendorf entfernt werden müssen“, erklärt Huschke. „Damit hätten wir uns unglaubwürdig gemacht.“  

Schon seit Jahren predigen Huschke und seine Mitstreiter den Wiederaufbau der Ansgarii-Kirche. Ein Langzeitprojekt, wie Huschke gern betont. Doch nun läuft den Ansgarii-Freunden die Zeit davon. „Durch den Verkauf des Bremer Carrees liegt jetzt eine gewisse Dringlichkeit vor“, sagt der 46-Jährige. Und ebenso durch die Ambitionen des Bremer Bauunternehmers Kurt Zech, in der Innenstadt kräftig aufzuräumen. Bevor die Weichen gestellt werden, wollen Huschke & Co. ein Gespür für das Erbe der Vergangenheit vermitteln. Denn: „Wenn ein Investor die Geschichte nicht kennt, geht er darüber hinweg“, sagt Spellenberg.

Verein sieht die Chance, Bausünden der Nachkriegsjahre zu korrigieren

Mehr „Demut vor dem historischen Erbe“ fordert Huschke nicht nur in Sachen Ansgarii-Kirche ein. Deren Rekonstruktion begreift er als das Optimum, als „Sahnehäubchen“ einer gelungenen Neugestaltung der mittleren Altstadt. „Das Ansgari-Quartier ist ja quasi eine Jungstadt, keine Altstadt“, so Huschke. Ein Hinweis auf den Verlust des historischen Erscheinungsbildes. Der Bombenkrieg hinterließ seine Spuren, nicht nur die Ansgarii-Kirche musste dran glauben. Den Rest besorgte die wenig sensible Städteplanung nach 1945. Doch nun sehen die Ansgarii-Freunde eine historische Chance, die Bausünden der Nachkriegsjahre zu korrigieren. Auf Reset zu drücken und noch einmal von vorn anzufangen. Über den Wiederaufbau kann der Architekt Spellenberg ohnehin nur den Kopf schütteln, in seinen Augen handelt es sich um eine grandiose Fehlleistung, ein Provisorium ohne bleibenden Wert. „Der eigentliche Wiederaufbau steht erst noch bevor“, sagt der 72-Jährige.

Derweil verweist Huschke auf ähnliche Bestrebungen in anderen Großstädten. Ob in Berlin, Dresden oder Braunschweig, die Rekonstruktion historischer, stadtbildprägender Bauwerke sei in zahlreichen Orten in vollem Gange. „Nur in Bremen nicht.“ Daher dürfe es bei der Neugestaltung keine „unnötige Hast“ geben, warnt Huschke. „Bremen soll eine Chance haben, den Ansgarikirchhof als zweite Herzkammer der Altstadt wiederzugewinnen.“

Spellenberg kann sich Tiefgaragen am Brill vorstellen

Seinen Entwurf will Spellenberg keineswegs als bloße Traumtänzerei verstanden wissen, darum spielt für ihn auch das Parkplatzproblem eine entscheidende Rolle. Ihm schweben Tiefgaragen am Standort der bisherigen Parkhäuser am Brill und Mitte vor. Tiefbau sei zwar teuer. „Dafür wird aber Oberfläche frei und damit Raum für größere Vielfalt.“ Ein weiterer Grundgedanke: den Lloydhof in eine begehbare Hofstruktur einzubinden – von einem St. Ansgarii-Hof als Ersatz für das bisherige Parkhaus am Brill über den Lloydhof und den Hanseatenhof bis zum neuen Pelzerhof am Standort von Galeria Kaufhof. „Durch die Höfe wird das Ganze passagenartig, ganz ähnlich wie bei Zech“, sagt Spellenberg. Dass das Galeria Kaufhof-Gebäude fallen muss, versteht sich für ihn von selbst. Als Ersatz bringt er ein Lloydgebäude light ins Spiel, ein historisierendes Bauwerk in Anlehnung an das Londoner Kaufhaus Harrods mit kleinteiligen Geschäftsstrukturen.   

Alles nur ein Produkt überhitzter Fantasie? Davon wollen Huschke und Spellenberg nichts wissen. Vielmehr soll ihr Verein – früher „Herolde von Bremen“, jetzt gerade in der Phase der Umwidmung zu „Historisches Stadtbild Bremen“ – eine Lobbyfunktion übernehmen. Also Denkanstöße vermitteln, Alternativen aufzeigen, die sich an historischen Strukturen orientieren. Die Pelzerstraße würde wieder in voller Länge entstehen, die Große und Kleine Hundestraße aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Und die Finanzierung? Den Wiederaufbau der Ansgarii-Kirche soll privates Engagement ermöglichen, gern auch ein Mäzen. Alles Weitere ist Denkstoff für Investoren.

"Man muss den Investoren zeigen, wie es aussehen könnte"

Ob die darauf anspringen, steht in den Sternen. „Wir wissen nicht, was Quest Invest vorhat“, sagt Huschke. Der neue Teileigentümer des Carrees – eine Unbekannte in den Planspielen der rührigen Stadtbildner. Völlig unklar auch, was der bekennende Bremen-Liebhaber Zech von solchen Anregungen hält. Spellenberg lässt sich davon nicht beirren. „Man muss den Investoren Bilder zeigen“, sagt er. „Ihnen zeigen, wie es aussehen könnte.“ Dass die Politik das Anliegen weitgehend ignoriert, stört die Stadtbild-Streiter nicht. Bisher hat sich nur der Bürgerschaftsabgeordnete Alexander Tassis (AfD) für den Wiederaufbau des Lloydgebäudes stark gemacht.  
  
Die Ironie an der Geschichte: Spellenberg war früher selbst einer von denen, die er heute leidenschaftlich anprangert. „Auch ich habe brutal gebaut“, sagt er selbstkritisch. In einem Buch über große Bausünden sei er sogar als abschreckendes Beispiel angeführt worden. Doch dann habe ein Umdenken eingesetzt, nun begreift er sich als Teil einer Gegenbewegung „gegen die Tabula rasa-Mentalität“ seiner Berufskollegen. „Architekten sind heute hauptsächlich nur noch Manager, mit der Detailplanung haben sie nichts mehr zu tun.“ Eine Entwicklung in der modernen Architektur kann Spellenberg nicht erkennen. Sein harsches Urteil: „Seit dem Bauhaus ist nichts Neues hinzugekommen.“      
Erst vor drei Jahren ist Spellenberg aus dem Schwäbischen nach Norddeutschland gezogen, nun wohnt er mit seiner Frau in Worpswede. Irgendwelche Ambitionen als Architekt habe er nicht, betont der 72-Jährige. „Ich bin vollkommen frei, ich brauche auf nichts Rücksicht zu nehmen.“ Gerade darum sieht er sich auch in der Rolle eines Ideengebers, der eingefahrene Strukturen im Denken der Baubehörden aufbrechen könne. Huschke will seinen Teil dazu beitragen und für eine historisch orientierte Neugestaltung werben. Denn: „Jetzt fallen die wegweisenden Entscheidungen. Deshalb müssen wir uns kurz vor Toreschluss Gehör verschaffen.“

 
20.08.17

Der neue Ulrichsbote erscheint

Liebe Freunde der Ulrichskirche, 
zum vierten Mal in diesem Jahr informieren wir unsere Vereinsmitglieder mit unserem Boten über die Aktivitäten im Kuratorium. Der Jahrestag unseres 10jährigen Bestehens nähert sich unaufhaltsam. Der Tag, der zugleich der große Reformationsfeiertag ist, natürlich auch. In Kürze werden wir Ihnen wieder über unsere aktuellen Vorhaben und Pläne berichten. Bleiben Sie uns gewogen!

Der Vorstand des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.

 
14.08.17

Leipzig macht vor, wie es auch anders gehen kann: Das Paulinum - ein gelungener Kompromiss!

Es ist eine Kirche! Von Björn Meine in der Leipziger Volkszeitung:  

Es ist der nächste große Schritt für die prosperierende Stadt, ein weiteres bedeutendes Bauwerk für die City. Es ist das edle Möbelstück, das in der guten Stube irgendwie noch gefehlt hat. Leipzigs Universität kann im Dezember ein neues und architektonisch sehr gelungenes Gebäude in Betrieb nehmen. Gesternwurde schon mal Bauabschluss gefeiert im „Paulinum: Aula – Universitätskirche St. Pauli“, so heißt der Komplex offiziell. Der Kompromiss-Begriff steht in seiner ganzen Albernheit für einen teils absurden Streit, der in den vergangenen Jahren geführt wurde. Ein Streit, der nicht unüblich ist für Großprojekte in Leipzig. Bei vielen gab es Debatten: über den Sinn der Investition selbst, über die Gestaltung. Aber wenn es fertig war, dann waren alle überzeugt, dass etwas Gutes entstanden ist. Das war nach dem Umbau des Hauptbahnhofs so und beim City-Tunnel. Sogar über die neue Propsteikirche vis-à-vis des Neues Rathauses hört man nichts Böses mehr; und was gab es da für Debatten Kleiner Unterschied: Beim neuen Bau für Leipzigs Universität am Augustusplatz entzündete sich der Streit mit Blick auf den realisierten Entwurf nie so richtig am Äußeren und noch nicht einmal daran, dass sich die Kosten auf inzwischen 117,3 Millionen Euro verdoppelt haben. Es gab allenfalls Kritik, weil das Gebäude mit acht Jahren Verspätung fertig wird. Vor allem aber ging es um Petitessen: Heißt es Kirche oder Paulinum, soll die Kanzel rein oder nicht? Die darüber teils erbittert geführten Gefechte haben nie den Nerv einer großen Bürgerschaft getroffen. Jetzt, wo alles fast fertig ist, heben solche Diskussionen erst recht keinen mehr an. Schon bald wird Normalität einkehren. Die Universität wird den neuen Raum mit Leben füllen, und es werden Gottesdienste darin gefeiert. Auf dem Augustusplatz werden weiter Studenten sitzen und ihren Döner essen – vor der neuen Universitätskirche: Wer das Gebäude von außen betrachtet, wer drinnen die Orgelempore erblickt, unter den großen Säulen und Bögen oder vor dem Altarraum steht, wer die große Jehmlich-Orgel spielen hört, der befindet sich in einer Kirche. Die Bezüge zur 1968 gesprengten Paulinerkirche sind gewollt, sie sind auch richtig, und sie sind nicht zu übersehen. Hier ist also eine Kirche entstanden, die die Bürger vielleicht Kirche nennen werden. Oder Paulinum. Oder irgendwie anders. Es spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass es einen neuen, einen repräsentativen Raum gibt, der der Universität und der Stadt guttun wird. Ein sakraler Raum, ein Ort für den Glauben, aber genauso ein Ort der freien Wissenschaft. Auch mit Sprengung der Paulinerkirche sei es dem DDR-Regime nicht gelungen, Glaube und Wissenschaft dauerhaft zu trennen, wie Ministerpräsident Stanislaw Tillich gestern bemerkte. City-Tunnel, neue Propsteikirche, Kongreßhalle, neue Unikirche: Leipzig dreht sich, die Stadt wächst und gedeiht, die Einwohnerzahlen steigen (etwas verlangsamt) immer noch. Es darf so weitergehen?...

Kommentar: Auch in Leipzig wurde viel diskutiert und gerungen um den Wiederaufbau der Universitätskirche. Herausgekommen ist ein gelungener Kompromiss. Die Stadt prosperiert. In Magdeburg dagegen vermisst man diese Fähigkeit zum Kompromiss. Stattdessen nutzen SPD und LINKE ihre politischen Mehrheiten, um selbst die kleinste Erinnerungsarchitektur an die Ulrichskirche niederzuschmettern. Es wird Zeit für eine politische Wende, damit die Stadt nicht im innerdeutschen Vergleich weiter zurückfällt. Magdeburger, schaut auf diese Stadt Leipzig!

 
14.08.17

"Einmalig für Sachsen!" - Die Leipziger Volkszeitung berichtet:

Mit rund 300 geladenen Gästen wurde gestern am Leipziger Augustusplatz der Bau¬abschluss für das Paulinum, den Nachfolgebau der 1968 gesprengten Universitätskirche, gefeiert. Die Fertigstellung hatte sich um acht Jahre verspätet und war mit 117 Millionen Euro doppelt so teuer wie geplant. In seiner Rede würdigte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) den Bau als „einmalig für Sachsen“. Er ist nach dem Dresdner Schloss der zweit¬teuerste öffentliche Bau im Freistaat seit 1990. Heute von 14 bis 18 Uhr können Leipziger Bürger sich selbst einen Eindruck vom neuen Prachtbau, der nach den Plänen des niederländischen Architekten Erick van Egeraat entstand, in der Stadtmitte verschaffen.

 
09.08.17

Paulinum eröffnet im Dezember 2017 und erinnert an gesprengte Universitätskirche

Wir freuen uns für Leipzig, dass die Eröffnung des Paulinums nun in greifbare Nähe rückt und mit der Erinnerungsarchitektur an die gesprengte Universitätskirche in moderner Formensprache ein guter Kompromiss gefunden wurde.

Die Leipziger Volkszeitung berichtet:

Paulinum: Dreitägige Einweihung im Dezember
Festakt, offene Türen für die Bürger und Gottesdienst geplant / Interne Bauabschlussfeier an der Uni am 23. August
Von MARIO Beck

Acht Jahre Bauverzug und Kostenexplosion – aber jetzt stehen der Einweihungstermin und die Programmeckpunkte zur Eröffnung des Paulinums am Campus am Augustusplatz fest. Auf LVZ-Anfrage bestätigte Uni-Sprecher Carsten Heckmann gestern, dass das Paulinum Anfang Dezember öffentlich seiner Bestimmung übergeben wird. „Die Planungen dafür laufen jetzt an.“ Drei Tage rund um den 608. Universitätsgeburtstag, der am 2. Dezember begangen wird, seien für die Feierlichkeiten vorgesehen. Am 1. Dezember geht demnach ein Festakt mit viel Prominenz über die Bühne, am Tag darauf – dem Dies academicus – sind die Bürger zur Besichtigung des stadtbildprägenden Gebäudes eingeladen und am 3. Dezember findet darin ein Universitätsgottesdienst statt.

In der architektonischen Formensprache erinnert der vom holländischen Baumeister Erick van Egeraat entworfene Komplex an die 1968 in einem Akt der Kulturbarbarei gesprengte Universitätskirche Sankt Pauli. Eigentlich sollte das Paulinum schon 2009 zum 600. Gründungsjubiläum der Alma mater vollendet sein. Doch das Großprojekt kam immer wieder ins Stocken und sorgte hinsichtlich seiner Innenausstattung für Streit. Der entbrannte über die den Altarraum und die Aula trennende Wand aus Plexiglas ebenso wie über die Verbannung der historischen Kanzel aus dem Gebäude. Derzeit hat sie ihr Interimsquartier im Musikinstrumentenmuseum.

Die vom Freistaat Sachsen als Bauherren zu zahlenden Kosten uferten auf rund 117 Millionen Euro aus und verdoppelten sich damit. Letzter Knackpunkt vor der Vollendung waren die leuchtenden Glassäulen in der Kathedrale. Nach Angaben des Finanzministeriums konnte dieses Problem durch eine deutsche Spezialfirma gelöst werden. In den letzten Monaten waren sie installiert und erfolgreich getestet worden. „Sie können sich sehen lassen“, sagte Ministeriumssprecher Stephan Gößl. Nach LVZ-Informationen soll auch van Eggerat mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

In den letzten Jahren bekam das Bauwerk Zug um Zug sein Inventar. Installiert und auf die Raumakustik abgestimmt wurde die von der Dresdner Firma Jehmlich gefertigte große Orgel, der Pauliner-Altar erhielt ebenso wie viele kostbare Epitaphien seinen Platz in dem für Gottesdienste geschaffenen Paulinum-Bereich. Während drinnen noch weiter gewerkelt wird, hat Finanzminister Georg Unland schon Einladungen zu einer „Bauabschlussfeier“ am 23. August verschicken lassen. Ausweislich des Programmes gibt es dabei für geladene Gäste eine ökumenische Andacht und Ansprachen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sowie Unland (alle CDU). Rektorin Beate Schücking steht nicht auf der Rednerliste. Anschließend wird das Werk eingehend inspiziert. Zwei Stunden soll die Zeremonie dauern. Gedacht sei sie als Danksagung an alle am Bau Beteiligten, erklärte Gößl. Auch van Eggerat gehört zu den Geladenen, noch ist unklar, ob er kommt.

Danach bleibt das Paulinum zunächst weiter in der Hoheit des Freistaates, wann intern die Nutzungsübergabe an die Alma mater erfolgt steht noch nicht fest – möglicherweise im September. In der Folge muss die Ausstattung bis zur Eröffnung vervollkommnet werden. Unter anderem ist die Bestuhlung für die künftig als Konzert-, Fest- und Konferenzsaal vorgesehene Aula zu komplettieren. Um die rund 700 Sitzgelegenheiten zu beschaffen, läuft seit längerem die Aktion „Stuhlpatenschaften“. Der Obolus für eine solche Patenschaft beträgt 500 Euro.

 
01.06.17

Die Magdeburger Volksstimme berichtet über Erklärung des VZK

 
31.05.17

Magdeburger Erklärung des Verbundes Zerstörte Kirchen

„Magdeburger Erklärung“ des Verbundes Zerstörte Kirchen zur Entscheidung des Magdeburger Stadtrats gegen eine Rekonstruktion des Portals der Ulrichskirche auf dem Ulrichsplatz


Mit großem Unverständnis haben wir den knappen Mehrheitsentscheid des Magdeburger Stadtrats gegen die Wiedererrichtung des Originalportals der Ulrichskirche an seinem ursprünglichen Standort zur Kenntnis genommen. Wir – eine Arbeitsgemeinschaft der Fördervereine und -gesellschaften, die mit Gedenk- und Wiederaufbauprojekten an zu Zeiten der DDR zerstörte Kirchen erinnern wollen – bedauern zutiefst diesen verhängnisvollen Bruch mit über 1000 Jahren ehrwürdiger Magdeburger Geschichte!

Unsere Verbundpartner setzen sich seit Jahren mit großem Engagement dafür ein, durch ideologische Willkür zerstörte Stadtbilder auch mit der Wiedererrichtung hierbei vernichteter Kirchen, die ganz oder noch teilweise erhalten waren, nachhaltig und identitätsstiftend zu „heilen“. So wird in Dresden mit der wieder aufgebauten Busmannkapelle an die von den SED-Machthabern 1964 endgültig zerstörte Sophienkirche erinnert, entsteht in Leipzig die 1968 gesprengte, bis dahin vollkommen erhaltene Universitätskirche in moderner Formensprache oder in Potsdam die ehemalige Garnisonkirche gar in ihrer äußerlich originalen Kubatur wieder. Andere Partnerprojekte haben besondere und vielfältige Formen des Gedenkens und Erinnerns entwickelt. All diese Vorhaben waren von teils heftigen Auseinandersetzungen begleitet, letztendlich aber konnten auch mitunter schmerzliche Kompromisse zu gedeihlichen Ergebnissen verhelfen. Diese Fähigkeit zum Kompromiss vermissen wir mit den nun in Magdeburg geschaffenen Tatsachen außerordentlich! Im auch für diese Stadt so bedeutenden Reformationsjahr wurde eine sowohl stadthistorische als auch kirchengeschichtliche Chance ohne Not vertan! Was nach dem Entwurf unseres Verbundpartners Kuratorium Ulrichskirche auf dem Platz hätte entstehen sollen, wäre, wie die Animation zeigt, im Platzgefüge eine architektonische und topographische "Winzigkeit",die sich dort allerdings wundervoll gemacht hätte. Schon bald wäre daraus für Magdeburg ein weiterer touristischen Anziehungspunkt geworden – das ist sicher! Die nun getroffene Entscheidung gegen das Projekt unserer Magdeburger Freunde zeugt von geschichtsvergessener Borniertheit der für den Ablehnungsentscheid Verantwortlichen. Mit der Vernichtung der im Zweiten Weltkrieg noch halbwegs intakten Ulrichskirche haben sich 1956 die damaligen Machthaber ins Unrecht gesetzt. Das ist offensichtlich und nicht interpretierbar! Hierfür – wie in der Stadtratssitzung geschehen – „korrekte“ städtebauliche Erwägungen ins Feld zu führen, mit der die SED die entstehende Fläche in Wirklichkeit für ihre Zwecke tauglich machen wollte, lässt 60 Jahre später eine damals undemokratisch getroffene Entscheidung nachträglich sakrosankt werden. Das ist unerträglich!

Es bleibt also wie so oft ein äußerst klammes Gefühl zurück: Recht bekommen heißt nicht unbedingt Recht haben!

Da jedoch auch die „Hoffnung erst zuletzt stirbt“, sei den für Magdeburg Verantwortlichen dringend ans Herz gelegt, in naher Zukunft einen neuen Anlauf für den Ulrichsplatz zu nehmen und an die einst auf ihm gestandene Kirche in würdiger Form zu erinnern. Magdeburg hätte es verdient!

Der Sprecher Rainer Manertz,  Seminarschulrat a.D.

 
23.05.17

Wie soll Magdeburg zur Kulturhauptstadt 2025 werden? Wir haben die Antworten darauf!

Die Magdeburger Volksstimme berichtet von der Sitzung des Stadtrats zum Thema Kulturhauptstadtbewerbung 2025 (Auszug):

 

Wir haben Antworten, die das Vakuum füllen können. Ob Portalrekonstruktion, Fundamentfreilegung, Begehbarmachung unterirdischer Räume oder mehr ... im folgenden stellen wir den im Artikel gestellten Anforderungen für die Kulturhauptstadt 2025 unsere Antworten gegenüber:

Jede andere Stadt würde nun mit diesen Pfründen wuchern. Schade, dass die Initiative für die Kulturhauptstadtbewerbung 2025 von DER LINKEN ausging, denn dann hat 1000 Jahre Magdeburger Stadtgeschichte in Form von St. Ulrich und Levin leider erneut keine Chance.

 
15.05.17

Kein Platz für Altstadtromantik in Magdeburg

Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

 
13.05.17

Vereinsausflug nach Wittenberg


Astrid Manz fasst zusammen: "Petrus meinte es wirklich gut mit uns, als sich 13 Mitglieder unseres Vereins am 13. Mai zu einem Ausflug nach Wittenberg aufmachten. Mit dem Regionalexpress fuhren wir bequem in die Lutherstadt zu unserem Hauptziel, dem Panorama LUTHER 1517 von Yadegar Asisi. Schon der kurze Spaziergang vom Wittenberger Hauptbahnhof zum Panorama zeigte, mit wie viel Aufwand sich die alterwürdige Stadt für ihre Gäste herausgeputzt hat. Das Panorama schließlich war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis: Es ist eine große Komposition aus Motiven, Farben, Stimmungen, Geräuschen und Licht, mit der das Künstlerteam das mittelalterliche Wittenberg und Lutherszenen darstellt. Man könnte Stunden darin verbringen und würde immer wieder neue kleine Details entdecken. Beim Mittagessen in der Trattoria Toskana kam unsere Reisegruppe gut ins Gespräch und wir waren alle mit den leckeren Speisen und Getränken sehr zufrieden. Nach dem Mittagessen machten wir noch einen Abstecher in die Stadtkirche Sankt Marien mit dem herrlichen Cranach-Altar. Das geplante Konzert des Chor des Concordia College und Orchester aus den USA in der Schlosskirche konnte leider nicht alle von uns erleben, zu groß war der Andrang zu diesem kostenlosen Angebot der Reihe "Musik um Drei". Nach einer gemütlichen Zugfahrt waren wir gegen 18 Uhr wieder zu Hause. Wittenberg ist ein wirklich lohnendes Ziel!"

 
11.05.17

Übergabe der Magdeburger Centurien an die Otto-von-Guericke Stiftung

Im Rahmen der Zustiftung des "Guericke-Zentrums" durch die Stadt Magdeburg an die Otto-von-Guericke-Stiftung, wurden die beiden Exemplare der Magdeburger Centurien aus dem 16. Jahrhundert, die unser Kuratorium im Jahr 2015 erworben hatte, als Dauerleihgabe an den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes der Otto-von-Guericke Stiftung Dr. Manfred Tröger übergeben. Beide Exemplare werden in den kommenden Wochen in einer extra dafür beschafften beleuchteten Vitrine der Öffentlichkeit vorgestellt. Jörg Schenke, 2. stellv. Vorsitzender des Kuratoriums Ulrichskirche e.V., betonte in seiner Rede, dass es dem Kuratorium Ulrichskirche eine Herzensangelegenheit war, diese beiden wertvollen Stücke zu erwerben, zu sichern und sie den Magdeburger Bürgern sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Übergabe fand im Beisein des sichtlich angenehm überraschten Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper, des Wirtschaftsbeigeordneten Dr. Rainer Nitsche und des Beigeordneten für Kultur, Schule und Sport Prof. Dr. Matthias Puhle statt. Unter den strengen Blicken von Schatzmeisterin Beate Bautz wurde von den Anwesenden reichlich von dem Angebot Gebrauch gemacht, beide Exemplare selbst einmal in die Hand zu nehmen.

 
09.05.17

Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme

 
06.05.17

Visionen einer neuen Altstadt

Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

 
05.04.17

61. Jahrestag der Sprengung der Ulrichskirche

Am 5. April 1956 wurde um 9 Uhr morgens die Ulrichskirche aus ideologischen Gründen gesprengt. Sie stand den SED-Oberen und ihren Plänen vom Neubau einer sozialistischen Stadt im Wege. Sieben weitere Gotteshäuser und etliche Profanbauten erlitten das gleiche Schicksal. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und danach in der Deutschen Demokratischen Republik überdauerten innerhalb der "Altstadt" nur wenige historische Gebäude. Einer der schmerzlichsten Verluste ist das Verschwinden der Ulrichskirche. Als bedeutende Reformationskirche, die der Stadt den Namen Unseres Herrgotts Kanzlei gab, hätte ihrer im 500. Reformationsjahr eigentlich würdig gedacht werden müssen. Eine kleine Erinnerungsarchitektur des Portals hatte das Kuratorium Ulrichskirche e.V. hierzu vorgeschlagen. Diese wurde durch eine rot-rote Stadtratsmehrheit von SPD und LINKE am 23.2.2017 abgelehnt.

 
04.04.17

Ruf für immer verloren! Leserbrief in der Magdeburger Volksstimme

 
03.04.17

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
01.04.17

10. Mitgliederversammlung des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.

 
25.03.17

Magdeburg Kompakt analysiert die Ablehnung des Ulrichskirchenportals durch eine rot-rote Stadtratsmehrheit

Die Märzausgabe von Magdeburg Kompakt erfreut das Ulrichskirchenherz mit Analysen und Kommentaren, wie wir es in der bekannten Tageszeitung der Stadt nur noch selten zu lesen bekommen: Pro-Analysen und Pro-Kommentare zur Wiedererrichtung des Ulrichskirchenportals. Wir danken den geschichtsbewussten und heimatstadtliebenden Autoren! Schön, dass es in der alten Kaiser- und Domstadt heutzutage auch noch eine solche Berichterstattung gibt.





 
25.03.17

Kommentar aus Magdeburg Kompakt


 
14.03.17

IG Innenstadt: Portal der Ulrichskirche wurde im kommunalpolitischen Hickhack und im provinziellen Kleinklein aufgerieben

Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

 
11.03.17

14-17 Uhr, Workshop zur Identität der Magdeburger

Die Magdeburger Volksstimme kündigt an:

Workshop zur Identität der Magdeburger

Altstadt (kt) l Magdeburg will Kulturhauptstadt Europas 2025 werden. Im Vorfeld der Bewerbung sind die Magdeburger aufgerufen, sich am Prozess zu beteiligen. Die nächste Gelegenheit bietet ein Workshop am Sonnabend, 11. März, im Kulturhistorischen Museum. Zwischen 14 und 17 Uhr haben Magdeburger die Gelegenheit, über Fragen zur Identität der Stadt und ihrer Bürger ins Gespräch zu kommen. Ausgehend von den bisherigen Ergebnissen des Kulturbeirats „Identität und historisches Erbe“ sind alle interessierten Bürger eingeladen, über ihre Wahrnehmung der Stadt nachzudenken und sich darüber auszutauschen. Dazu werden moderierte Gesprächskreise angeboten. Da sich Identität oft mit bestimmten Orten und Dingen verbindet, sind die Gäste aufgerufen, einen ganz persönlichen Magdeburg-Gegenstand mitzubringen.

Zum Workshop lädt der Kulturbeirat „Identität und historisches Erbe“ ein. Er ist einer von fünf Beiräten, die geschaffen wurden, um zusätzlich zur Arbeit des Organisationsbüros Kulturhauptstadt 2025 verschiedene Themen inhaltlich zu erörtern. Diese Themenfelder orientieren sich an den EU-Kriterien für eine erfolgreiche Bewerbung. Gemäß den Kriterien ist es unter anderem wichtig herauszuarbeiten, inwieweit und wodurch die Geschichte und Kultur der Stadt mit der Geschichte und der Kultur Europas verbunden ist. Die Erkenntnisse werden in die noch zu formulierenden Visionen für die Landeshauptstadt für das Jahr 2025 und darüber hinaus einfließen.

 
10.03.17

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

Ein Leserbrief, der das Portal der Ulrichskirche am Rande mit behandelt:

 
09.03.17

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

und weitere Leserbriefe aus der Magdeburger Volksstimme:

 
08.03.17

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
07.03.17

Es geht auch anders! Ein positives Beispiel aus Nordhausen

Unser Mitglied Joachim Barone berichtet: "Vor kurzem habe ich in Nordhausen ein positives Beispiel der Sichtbarmachung von Fundamenten einer in der DDR aus ideologischen Gründen abgerissenen Kirche gesehen – die ehemalige Kirche St. Jacobi in Nordhausen. Dort befinden sich Fundamentfreilegungen sowie eine erläuternde Tafel, die gute Informationen enthält. Durch die Bombardierung Nordhausens war das Umfeld der St. Jakobi-Kirche mit am stärksten betroffen. Das Innere des Gotteshauses war vollständig ausgebrannt. Nachdem in den 1950er Jahren die Mauerreste der Kirche aus „Sicherheitsgründen“ abgerissen worden waren und die Rautenstraße einen neuen Trassenverlauf erhielt, erfolgte am 27. September 1959 um 8 Uhr die Sprengung des Kirchturmes der ehemaligen St. Jakobi-Kirche (vgl. Zeitung „Das Volk“ vom 25. September 1959). Dies sei angeblich für einen gerade an dieser Stelle zu bauenden Parkplatz erfolgt. Der Parkplatz entstand aber südlich davon und über dem Fundament lag eine öffentliche Grünfläche. Im Stadtbebauungsplan von 1952 hieß es dagegen noch: „Die erhaltenen historischen Gebäude werden im Stadtbild erhalten, besonders das alte Rathaus, der Dom und die St. Blasiikirche. Von der St. Jakobi-Kirche und der St. Petri-Kirche sind nur die Türme erhalten, die gestalterisch in die neue Bebauung einbezogen werden“. Im Jahr 2000 begann die Nordhäuser Diakonie-Stiftung „Maria im Elende“ gGmbH den Bau des Altenpflegeheims St. Jacob. Im Vorfeld dieser Baumaßnahme führte das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie von März bis Oktober 1999 eine archäologische Ausgrabung durch. Nachdem das Pflaster des Parkplatzes und der Bauschutt entfernt waren, begannen die Ausgräber mit der Freilegung der Grundmauern des ehemaligen Kirchturmes."

 

Die Informationen sind u.a. folgenden lohnenden Links entnommen:

http://www.karstwanderweg.de/kirchen/nordhausen/jakobi/index.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Jacobi_(Nordhausen)
http://www.lesser-stiftung.de/aktivitaeten/nordhausen/ruine-st-jacobi/

 
01.03.17

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
01.03.17

Schlechte Verlierer, gute Gewinner?

Die Magdeburger Volksstimme wertet:



Kommentar: Katja Tessnow, Lokalredakteurin der Magdeburger Volksstimme behauptet, wir seien schlechte Verlierer: wutschnaubend, verbittert, uneinsichtig, ungnädig und kompromisslos. Die zwei roten Stadträte, die mit ihrer Rhetorik dicht am Ulbrichtschen Unrechtsstaat argumentierten, sind dann vermutlich die guten Gewinner? Verlierer sind dann aber auch die Magdeburger Bürgerinnen und Bürger, die sich eine - auch von uns angeregte - Bürgerbefragung zu einer kleinen Erinnerungsarchitektur auf dem Ulrichplatz von einer rot-roten Ratsmehrheit verbieten ließen. Also dann doch lieber keine Kleinstarchitektur im Stile von Katharinenportal oder Sterntor auf dem Ulrichplatz, kein Blick in ein Fenster eintausendjähriger Geschichte im Zentrum der Stadt, keine Erinnerung an Otto von Guerickes Tauf- und Hochzeitskirche, keine Erinnerung an die europaweit bekannte Herrgotts Kanzlei, keine Erinnerung an die tapfere bekennende Kirche im Dritten Reich? Viele Mitstreiter in unseren Reihen gehören übrigens auch keiner Religion an und wollen unter dem Kirchenportal auch keine sonntäglichen Messen feiern. Ist die Zeit professioneller journalistischer Fremdbeobachtung mit Pro- und Kontrakommentar, die Zeit objektiver Berichterstattung a la Karl-Heinz Kaiser nun vorbei? Das wäre sehr schade. Wir möchten nämlich gern auch in Zukunft Leserbriefe an die Lokalredaktion schreiben, ohne Angst haben zu müssen, dass man uns ehrenamtlich in unserer Freizeit für Magdeburgs Identität kämpfenden Bürger dann sofort mit Attributen wie wutschnaubend, verbittert, uneinsichtig, ungnädig und kompromisslos bezeichnet. Wir sind es nämlich nicht. 

 
28.02.17

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
25.02.17

MdB Lischka und rote Ratsmehrheit verhindern Bürgerbefragung

Kommentar: 2010 votierten die SPD und die Linken noch für eine Bürgerbefragung zum Wiederaufbau der Ulrichskirche, die 2011 als Bürgerentscheid durchgeführt wurde. 2017 lehnen sie nun einen Antrag ab, der (u.a.) eine Bürgerbefragung zur Rekonstruktion des Portals der Ulrichskirche und Fundamentdarstellung ermöglichen sollte. Wie ist dieser Kurswechsel zu erklären? Statt sachlicher Diskussionen mit etwas mehr Gelassenheit leidet der Magdeburger Stadtrat Burkhard Lischka (SPD) beim Thema Ulrichskirche plötzlich an Bluthochdruck, der Tierschutzparteiler Lothar Tietge bezeichnet die Sprengung der Kirche als "korrekt" und der LINKE Oliver Müller schließt sich nahtlos Ulbrichts Worten an, dass seine Stadt keine Kirchtürme mehr bräuchte. Um die ging es jedoch in der Stadtratssitzung gar nicht. Einzig eine Neugestaltung und Aufwertung des Platzes unter Einbeziehung der Bürger war der dezente und vorsichtige Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und CDU/FDP/BfM. Eine rot-rote Ratsmehrheit unter Führung von MdB Burkhard Lischka brachte diesen nun zu Fall. Also doch weniger direkte Mitbestimmung der Bürger? Selbst der parteilose Oberbürgermeister Trümper - erklärter Wiederaufbaugegner 2011 -  hatte eine Bürgerbefragung zum Portalaufbau 2017 vorgeschlagen. Leicht könnte man diese mit der Bundestagswahl 2017 kombinieren. Man muss sich nur immer wieder wundern, wessen Geistes Kind diese rot-roten Stadträte sind, die im Fraktionszwang alles niederbügeln, was mit der bedeutenden Reformationskirche St. Ulrich und Levin im Zusammenhang steht. Man muss sich das noch einmal klar vor Augen führen: Rot-rote Ratsmehrheit schmettert Bürgerbefragung und würdiges Reformationsgedenken an bedeutende Reformationskirche im 500. Reformationsjahr ab. In Magdeburg kann man schon erahnen, was eine solche Konstellation auf Bundesebene bedeuten würde: DDR 2.0.

 
25.02.17

Rot-rote Kirchen- und Kirchenportalgegner

Anmerkung: MdB und Stadtrat Burkhard Lischka (SPD) stimmte lt. eigener Aussage 2011 für den Wiederaufbau der gesamten Ulrichskirche und am 23.2.2017 gegen den Wiederaufbau des Portals, gegen die Fundamentfreilegung und gegen eine Bürgerbefragung zu diesen beiden Themen. Er ist somit kein Kirchengegner sondern ein Gegner des Kirchenportals.

 
25.02.17

Die Magdeburger Volksstimme berichtet über die Abstimmung im Stadtrat

Die Magdeburger Volksstimme berichtet:


 
23.02.17

Ulrichskirche erneut im Stadtrat

Die vertagte und in die Ausschüsse verschobene Entscheidung zur Neugestaltung des Ulrichplatzes ist am 23.Februar erneut im Stadtrat:

 

 
19.01.17

Rekonstruiertes Palais Barbarini in Potsdam wiedereröffnet

Die Tagesschau berichtet: "Errichtet im 18. Jahrhundert, im Krieg zerstört - nun öffnet das nach historischem Vorbild neu erbaute Palais Barbarini wieder. Von den alten Meistern bis in die Moderne soll die Vielfalt des Kunstmuseums reichen - den Beginn macht eine Ausstellung mit Werken des Impressionismus."

    

Kommentar: Heute wurde das nach historischem Vorbild neu erbaute Palais Barbarini in Potsdam wiedereröffnet. Hasso Plattner hat hier seine millionenschwere Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor kurzem spendete Günther Jauch 1,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche. Glückliches Potsdam! Magdeburger Bürger, die sich eine urbanere Innenstadt wünschen, sollten wohl besser nach Potsdam reisen. 

 
16.01.17

Frohes neues Jahr 2017! Neuer Ulrichsbote erscheint

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden der Ulrichskirche ein frohes und gesundes neues Jahr 2017! Allen Mitgliedern ging heute der neue Ulrichsbote zu. Viel Spaß beim Lesen!

 
29.12.16

Alle Jahre wieder: Jahresendinterview mit Oberbürgermeister Trümper

Folgend ein Auszug des Jahresendinterviews der Magdeburger Volksstimme zu den Themen Ulrichplatzgestaltung und Kulturhauptstadtbewerbung 2020. Um es vorweg zu nehmen: Kein Wort zur Ulrichskirche und ihrem Portal. Bürger die sich eine urbanere Innenstadt wünschen, werden wohl weiter warten müssen. Bzgl. der Kulturhauptstadtbewerbung scheint es noch um das Thema zu gehen, mit dem sich beworben werden soll. Auch hier leider kein Wort zur wichtigsten Reformationskirche der Stadt. Dabei wäre es mit St. Ulrich und Levin doch so einfach: Kulturbekenntnis mitten im Zentrum der Stadt!

 

 
24.12.16

Frohe und besinnliche Weihnachten!

Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Freunden der Ulrichskirche ein besinnliches und glückliches Weihnachtsfest!

 
05.12.16

Wiederaufbau des Katharinenportals - Herzlichen Glückwunsch Gebr. Schuster!

Die Magdeburger Volksstimme berichtet zu den Vorschlägen für die Wahl zum Magdeburger des Jahres 2016:

 
11.11.16

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 

 
10.11.16

Leserbrief aus der Magdeburger Volksstimme

 
03.11.16

Ottostadt und Unseres Herrgotts Kanzlei - Verwaltung erkennt die Zusammenhänge

Quelle: Magdeburger Volksstimme

 
31.10.16

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
31.10.16

15:17 Uhr: Andacht zum Reformationstag an der wichtigsten Reformationskirche der Stadt

Wir laden herzlich ein zur Andacht am 31.10.2016 um 15:17 Uhr am Modell der Ulrichskirche auf dem Ulrichsplatz. Im nächsten Jahr begehen wir das 500. Reformationsjubiläum, dieses Jahr also das 499.! Im Jahre 1517 reformierte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag an die Türen der Wittenberger Schloßkirche die Kirchenwelt. Herr Pfr. i. R. Ronny Hillebrand wird die Andacht halten. Den musikalischen Rahmen bildet Blasmusik. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 

Folgend ein paar Eindrücke von der mit ca. 50 Teilnehmern gut besuchten Andacht:

 

 

 
27.10.16

Leserbriefe in der Magdeburger Volksstimme

Leserbriefe in der Magdeburger Volksstimme:

   

 
22.10.16

Leserbrief aus der Magdeburger Volksstimme

 
20.10.16

Ab 14 Uhr: Ulrichskirche erneut im Stadtrat

Wir freuen uns, dass der Stadtrat am Donnerstag erneut über die Möglichkeiten der Sichtbarmachung der Ulrichskirche berät. Wir haben in der Folge der Portalrekonstruktionen in Magdeburg (Sterntor, Katharinenportal) den Vorschlag gemacht, das Ulrichsportal am alten Standort zu rekonstruieren und die Grundmauern der Kirche zu markieren. Das Erinnern an die bedeutendste Reformationskirche der Stadt würde Magdeburg beim 500. Reformationsjubiläum 2017 und bei der Kulturhauptstadtbewerbung 2020 gut zu Gesicht stehen. Die Sitzung wird um 14 Uhr beginnen. Wann dann genau dieser Antrag behandelt wird, entnehmen Sie bitte dem Tagesplan vor Ort. Es besteht die Möglichkeit, die Sitzung auf der Zuschauertribüne zu verfolgen. Folgend der interfraktionelle Antrag:

 
19.10.16

Interview mit Dr. Tobias Köppe in der Volksstimme

 

Bitte lesen Sie das Interview zur Stadtratssitzung auch unter folgendem Link:

http://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/ulrichskirche-kulturbekenntnis-mitten-im-Zentrum

 
15.10.16

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
03.09.16

Bauen in Magdeburgs Altstadt: Bürgerdiskussion zu den Brachflächen am Uniplatz

Der Magdeburger Uniplatz am Nordende des Breiten Wegs soll bebaut werden. Die Brachfläche war einst mit wundervollen Gründerzeitbauten bebaut. Erste Pläne der geplanten Bebauung kamen über die Magdeburger Volksstimme ans Tagesslicht. Hieran hat sich erneut eine hitzige Bürgerdiskussion zum Bauen in der "Altstadt" entflammt. Wie schon bei der Ulrichskirche meldeten sich die Grünflächenfreunde zu Wort. Folgend ausgesuchte Leserbriefe aus der Volksstimme.

Uns freut sehr, dass sich nun auch etliche Bürger gegen eine austauschbare, gesichtslose Stadt wenden. Die alte Kaiserstadt Magdeburg hat mehr verdient als Gesichtslosigkeit: 

 

 
20.08.16

Kulturhauptstadtbewerbung: Magdeburg gegen Halle? Die Volksstimme berichtet.

Das Kuratorium Ulrichskirche e.V. kann nicht erkennen, wie sich eine Stadt, die sich momentan selbst gegen die kleinste Erinnerungsarchitektur zur kulturhistorisch bedeutsamen Magdeburger Ulrichskirche ausspricht, eine erfolgreiche Kulturhauptstadtbewerbung abgeben will. Jetzt meldet sich der Oberbürgermeister der Stadt Halle zu Wort, der eine Bewerbung in Konkurrenz zu Magdeburg empfiehlt. Die Entrüstung hierüber in Magdeburg ist groß:

Folgend ein paar Kommentare aus Magdeburg:

 
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